KURZE PFARRCHRONIK VON NOVA GORICA -KAPELA AUR KOSTANJEVICA IN NOVA GORICA


Ein Tag nachdem der Friedensvertrag zwischen Italien und damaligem Jugoslawien in Kraft getreten war, stellte der apostolische Administrator für das Gebiet der Erzdiözese von Görz, das zum Jugoslawien gehörte, Dr. Franc Moènik, das Dekret aus, nach dem auf Kostanjevica am 16. September 1947 das selbständige Vikariat gegründet wurde, in das die Teile der Pfarreien von Görz wie Sankt Hilarius und Tacian (Domkirche), Sankt Rocco, Sankt Ignatius und Sankt Vito und Modestus auf Piazzutta eingebunden wurden. Sie waren mit der Grenze von ihren Pfarrzentren abgeschnitten worden. Zum Vikar wurde P. Otmar Vostner genannt.
Damit begann Kostanjevica als ein echtes Pfarrzentrum zu leben, in dem sich die Menschen vor der Gottesmutter von Kostanjevica zu Sonntagmessen, beim Sakramentempfang, Religionsunterricht und anderen Pfarraktivitäten sammelten.

Am 16. November 1953 erhöchte der damalige apostolische Administrator, Dr. Mihael Toroš, das selbständige Vikariat auf Kostanjevica in Nova Gorica in die Pfarrei, und nannte den damaligen Vikar P. Otmar Vostner zum ersten Pfarrer.
Damit wurde das Vikariat gesetzlich mit allen anderen Pfarreien ausgeglichen und so konnte es neben Rožna Dolina und Stara Gora in seinen Schoss auch die Bewohner der wachsenden Stadt zwischen Kostanjevica und Solkan empfangen. Im Februar nächstes Jahr stellte man auch das schriftliche Dekret aus. Die Pfarrei wurde später von dem apostolischen Administrator für immer den Franziskanern übergegeben, denn er wusste, dass die Pfarrei und das Kloster unlösbar verbunden waren. Die Pfarrei wurde also
DIE ERSTE PFARREI VON NOVA GORICA, DIE NOCH VOR DER STADT NOVA GORICA ENTSTANDEN IST.

Als im Jahr 1950 ins Kloster auf Kostanjevica der apostolische Administrator Dr. Mihael Toroš kam, - dem im Jahr 1964 der Bischof Dr. Janez Jenko, Administrator der Apostolischen Administratur vom Slowenischen Küstenland (Slovensko Primorje), die Vorgängerin der heutigen Diözese von Koper nachfolgte -, wurde das Kirchlein auf Kostanjevica in einem Sinne Kathedrale, und kann noch heute stolz darauf sein, dass sie die Proto-Kathedrale der erneuerten Diözese von Koper war.

Das Kloster und die Pfarrei haben zusammen viel erlebt: so viele schöne Momente des geistigen Wachstums der zuwachsenden Pfarrgemeinschaft, wie auch Last der Erneuerung der Kirche und des Klosters nach dem Erdbeben, Teilung der Pfarrei und kirchenfeindliche Verhältnisse in der Vergangenheit und in der Gegenwart.

In diesen Jahren reihten auf Kostanjevica ungefähr 55 Brüder und Väter auf, die im Leben der Pfarrei aktiv mitgearbeitet haben.
Zu denen müssen wir auch alle Novizen zählen, die immer ins Geschehen in der Kirche und in der Pfarrei eingebunden waren.
In diesen Jahren wurde die Pfarrei von acht Pfarrer geleitet: P. Otmar Vostner (1947 o. 1953 – 1962), P. Andrej Vovk (1962 – 1971), P. Lojze Kos (1971 – 1980 in 1983 – 1986), P. Peter Vrtaèiè (1980 – 1983), P. Jože Urbanija (1986 – 1992), P. Niko Žvokelj (1992 – 1995), P. Matej Papež (1995 – 2001), P. David Šrumpf (2001 – 2007) und P. Krizostom Komar (2007 -).