knjiznica.jpg (16370 bytes)Die Klosterbibliothek ist nach P. Stanislav Škrabec (1844-1918) benannt, nach dem grössten slowenischen Linguisten- Slowenisten des 19. Jahrhunderts, der auf Kostanjevica über vierzig Jahre lebte. Die Anfänge der Bibliothek reichen ins 16. Jahrhundert, wenn man die reichen Buchbestände von Sveta Gora berücksichtigt. Als die Franziskaner Sveta Gora verlassen mussten, nahmen sie sie mit sich, zuerst nach Görz, dann nach Kostanjevica. Während der Übersiedlungen ging manches verloren, doch später wurde die Bibliothek wieder aufgefüllt, da sich auf Kostanjevica das Franziskanergymnasium seit 1821 befand, das aber wegen des Krieges mit seiner Tätigkeit aufhören musste und wurde im 1916 nach Kamnik verlegt.

Die Bibliothek besitzt über 10.000 Bücher. Besonders wertvoll sind etwa 30 Inkunabeln (Frühdrucke). Interessant sind auch Drucke aus der Zeit vom 16. bis 19. Jahrhundert, darunter für Slowenen von besonderer Bedeutung die erste, von Adam Bohoriè verfasste Grammatik der slowenischen Sprache Arcticae horulae (Winterstündchen) aus dem Jahr 1584 mit einer eigenhändigen Unterschrift des Verfassers. Das Buch wurde im Jahr 1951 ins Bibliothekregister eingetragen. Seit 1952 ist die Bibliothek wegen der darin enthaltenen Kostbarkeiten ein Kultur- und Geschichtsdenkmal. In den letzten Jahren wurde zusammen mit dem Kloster auch die Bibliothek renoviert.

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Die älteste Inkunabel in der Bibliothek ist aus dem Jahr 1476

Titelseite der Grammatik von Bohoriè (1584)

Widmung auf dem Einband